In der heutigen Gesellschaft werden Kinder schon sehr früh mit modernen Medien konfrontiert. Darum ist es für sie wichtig, Medienkompetenz zu erlangen. Medienkompetenz bedeutet einen bewussten, kritisch-reflexiven, sachgerechten, selbstbestimmten und verantwortlichen Umgang mit Druckmedien und technischen Medien. Im Waldorfkindergarten legen wir Grundlagen, damit Kinder diese Kompetenz entwickeln können: Kinder sind existenziell darauf angewiesen, ihre Sinnesorgane zu entwickeln. Dazu sollten sie die unterschiedlichsten Wahrnehmungsqualitäten immer wieder erleben. So kann ein Kind lernen, den Geruch, den Geschmack, das Aussehen und den Klang eines Gegenstandes als verschiedene Sinnesmodalitäten ein und desselben Objektes wahrzunehmen und zuzuordnen. Auf diese Weise kann sich vernetztes Denken anbahnen, das Heranwachsende und Erwachsene benötigen.

Elektronische Medien sind häufig einseitig auf einen oder zwei Sinne ausgelegt. Darum verzichten wir im Waldorfkindergarten auf den Einsatz von Fernsehgeräten, Hörmedien und Computern.

Aufbauend auf den grundlegenden sinnhaften Erfahrungen, die die Kinder täglich machen, nutzen und gestalten sie die Medien, die sie betreffen, selbst. Sie nutzen Literatur zur Entspannung oder als Informationsquelle, sie stellen „Bücher“ her, um sich anderen Kindern mitzuteilen oder sie zu erfreuen. Sie pflegen einen intensiven Austausch über vorhandene oder mitgebrachte Bücher.
Sie helfen mit, Elternbriefe oder Aushänge zu gestalten. Sie tragen sich in Pläne (z.B. für das Mittagessen) ein oder entwerfen selbst Arbeitspläne (Blumengießen, Tischdecken). Sie führen Puppenspiele auf und begleiten sie musikalisch.
Dies sind nur einige Möglichkeiten, an denen Kinder im Waldorfkindergarten lernen, mit Medien selbstbestimmt und aktiv umzugehen.

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